„Liebe ist eher ein Tun als ein Gefühl. Sie erfordert Intention und Aufmerksamkeit.“ – John Gottman
Normaler als gedacht – Warum Vertrauen oft an Kleinigkeiten zerbricht
Du kennst diesen Moment.
Dein Partner sagt zu dir: „Ich bin um sieben da.“
Du machst dich fertig. Du wartest.
Aus sieben wird halb acht.
Dann kommt eine Nachricht: „Sorry, dauert noch.“
Eigentlich ist nichts Schlimmes passiert.
Keine Lüge. Kein Drama. Kein großer Bruch.
Und trotzdem entsteht ein kleiner Riss in deinem Vertrauen.
Beim nächsten Mal willst du gelassener sein. Es war ja nur eine Verspätung. Aber tief drinnen bleibt diese kleine Frage zurück:
Kann ich mich wirklich darauf verlassen, was du sagst?
Und genau dort beginnt Vertrauen oft zu bröckeln, lange bevor es wirklich zerbricht.
Der Psychologe und Beziehungsforscher John Gottman beschreibt Vertrauen nicht als etwas, das nur durch große Brüche beschädigt wird. Es entsteht und verliert sich oft in vielen kleinen Momenten, in denen Menschen spüren: Bist du wirklich da, wenn es zählt?
Vertrauen ist deshalb weniger ein großes Versprechen für besondere Tage, sondern eine wiederkehrende Erfahrung im Alltag.
Wie funktioniert Vertrauen:
- Verlässlichkeit schlägt Worte: Vertrauen wächst durch wiederholte kleine Beweise.
- Alte Wunden reagieren mit: Heute trifft manchmal frühere Verlassenheit.
- Vergleiche schaffen Abstand: Heimliche Vergleiche machen innerlich unzufriedener.
- Geheimnisse schwächen Nähe: Verstecken erzeugt Distanz statt Sicherheit.
- Halb drin, halb draußen: Wer innerlich Hintertüren offenlässt, kann nicht ganz vertrauen.
Wo wünschst du dir im Alltag gerade mehr Verlässlichkeit?
Wenn du magst, antworte mir gern auf diese Mail. Ich lese jede Antwort!
Die nächsten fünf Impulse helfen dir, Vertrauen dort zu stärken, wo es im Alltag wirklich entsteht: in kleinen, wiederholbaren Momenten.
Nutze diese Tipps:
- Halte dein Wort im Kleinen: Sag nur zu, was du wirklich einhalten kannst.
- Komm zurück, wenn etwas schiefläuft: Eine ehrliche Erklärung heilt mehr als Ausreden.
- Hör sichtbar zu: Handy weg, Blick hoch, kurz zeigen: Ich bin gerade da.
- Sprich Wertschätzung aus: Sag laut, was du sonst nur denkst.
- Schafft ein kleines Ritual: Ein fester Moment pro Woche nur für euch.
Vertrauen wächst meist nicht durch große Worte. Sondern durch viele kleine Beweise. Nicht, weil Worte unwichtig wären. Sondern weil dein Partner an deinen Handlungen liest, wie ernst du es meinst.
Wenn dir diese Ausgabe gefallen hat, teile sie gern mit jemandem, der sich mehr Sicherheit und Nähe in seiner Beziehung wünscht.
👉 https://howtobenormal.de/normaler-als-gedacht-20-mai-2026
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.
Bis bald,
dein „Therapie Therapeut“ Timo
P.S. – Manchmal ist Liebe einfach: anrufen, wenn man gesagt hat, dass man anruft.
